Erbschaftsteuer – Kalkulation

Wert des Vermögens der Erbschaft
(gemäß den Normen der Bewertung der Vermögensteuer)

+ Wert des zusatzlichen Vermögens
(nicht deklariertes Vermögen, was aber dem Nachlasser bis zu einem Jahr vor seinem Ableben gehörte oder was dieser vor drei Jahren erworben hat)

+ Wert des Hausrats
(3 % des Vermögenswertes)

– Lasten
(gewisse Dienstbarkeiten)

– Absetzbare Verbindlichkeiten
(z.B. Hypotheken)

= Besteuerungsgrundlage

– Ermaßigungen und Freibetrage
(Verwandtschaftsgrad, Behinderung, Erbe der Immobilie des standigen Domizils, Erbe eines Unternehmens oder eines Geschafts, Lebensversicherungen)

= Besteuerungsnettogrundlage

x Steuersatz nach Tariftabelle
(aufsteigende Skala, die 7,65 % für die ersten € 8.000 besteuert und progressiv aufsteigt bis zum einem Maximum von 34 % für Betrage über € 800.000)

= Steuerbetrag

x Koeffizientenmultiplikatoren
(aufgrund des Verwandtschaftsgrades und des vorher bestehenden Vermögens des Rechtsnachfolgers (Erben), schwankt zwischen 1,0 bis 2,4 für die schlechteste Voraussetzung)

= Korrigierter Steuerbetrag

– Abzüge und Vergütungen
(Abzüge nach Doppelbesteuerungsabkommen und Abzüge der autonomen Regierung der Balearen)

= zu zahlender Betrag

Ermaßigungen und Freibetrage:

Die Ermaßigungen für Verwandtschaftsgrad, die in der autonomen Region der Balearen angewendet werden, sind folgende:

Für Nachkommen, Eheleute und Vorfahren betragt der Freibetrag € 25.000.
Für Nachkommen, unter 21 Jahren erhöht sich der Abzug auf € 6.250 für jedes Jahr, unter 21, die der Erbe hat.

Das Limit von € 50.000 darf nicht überschritten werden.

Eine andere signifikante Ermaßigung ist der Freibetrag von 95 % des einzelnen Unternehmenswertes oder eines professionellen Geschaftes.

Für die Immobilie des standigen Domizils (daher nur anwendbar für Residenten) wird eine Ermaßigung von 100 % angewandt mit einem Limit von € 180.000 für jede einzelne Person (Der Freibetrag wird auf den Hausrat mit 3 % nicht angerechnet). Bedingung ist, dass die Erben Eheleute, Vorfahren oder Nachkommen sind und mit dem Erblasser vor seinem Ableben zwei Jahre gewohnt haben und das Eigentum wahrend mindestens 5 Jahren behalten wird.

Für die Lebensversicherungen betragt der Freibetrag € 12.000.

Abzüge und Vergütungen:

Als staatlicher Abzug haben die Residenten das Recht, das Kleinste nachstehender Betrage abzuziehen:

a)
Bargeldbetrag der im Ausland für eine ahnliche Steuer für ein Vermögen, was in der Versteuerung der Erbschaftsteuer in Spanien eingeschlossen ist, bezahlt wurde.

b)
Das Resultat des angewandten effektiven Durchschnittssatzes dieser Steuer für das Vermögen und Pflichten, die sich außerhalb Spaniens befinden, wenn diese eine Steuer für eine ahnliche Steuerart bezahlt haben.

Als Abzüge und Vergütungen für die autonome Region kann eine Vergütung von 99 % auf den korrigierten Steuerbetrag für die Erben, die auf den Balearen ansassig und Nachkommen unter 21 Jahre sind, angewandt werden.

Desweiteren können die Erben, die auf Mallorca ansassig sind und der Gruppe II der Steuer unterliegen (Nachkommen über 21 Jahre alt, Eheleute und Vorfahren) eine Vergütung von 99 % auf die Besteuerungsgrundlage anwenden. Wenn dieser Abzug die Vergütungsquote überschreitet, ist der Abzug NULL.

Für Erben, die nicht resident sind, sind weder die Ermaßigung für die eigengenutzte Wohnung, noch die Vergütung und Abzüge der autonomen Region anwendbar.

Die Hypothek, die die Immobilie belastet und die zur Vermögensmasse gehört, ist eine Schuld, die abgezogen werden kann und deshalb die Besteuerungsgrundlage senkt. Für die Werte über € 800.000 betragt die Steuerersparnis 34 %. Somit können die Nichtresidenten vom spanischen Finanzamt nur auf das Vermögen, was sich in Spanien befindet, besteuert werden. Die Investitionen in Immobilien- und Kapitalanlagen, wenn sie in spanischen oder auslandischen Instituten angelegt sind, können in Spanien nicht besteuert werden. Somit ist das Einsetzen einer Hypothek auf die Immobilie in Spanien zweifelslos eine einfache und gültige Alternative um die Erbschaftsteuern zu senken.

Leider wurde diese Vorgehensweise von einigen deutschen Rechtsanwalten in der deutschen Mallorca-Presse verbreitet, zweifellos um als Vermittler von Banken zu profitieren, dass das Finanzamt diese Möglichkeiten unterbinden wird.

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